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Grüne Wirtschaft für Morgen: Circular Economy

Die Geschlechterungleichheit und ihre (wirtschaftlichen) Kosten

  • E227
  • 19:55
  • March 11th 2025

Wie steht es um die weltweite Ungleichheit zwischen den Geschlechtern? Dazu werfen wir in dieser Folge einen Blick in den CARE-Bericht. Dieser beleuchtet die massiven wirtschaftlichen Kosten, die durch Geschlechterungleichheit entstehen.

Frauen sind weltweit in vielen Bereichen strukturell benachteiligt, sei es durch fehlende Gesetze zur Lohngleichheit, eingeschränkten Zugang zu Finanzdienstleistungen oder die digitale Kluft. Diese Ungleichheiten führen dazu, dass das globale Bruttoinlandsprodukt (BIP) um mehr als 20 Prozent niedriger ist, als es sein könnte. Nach Angaben der Weltbank könnten 172 Billionen US-Dollar an wirtschaftlichen Gewinnen freigesetzt werden, wenn Frauen die gleichen Chancen hätten wie Männer.

Ein zentrales Thema ist die unbezahlte Pflegearbeit, die Frauen tagtäglich leisten. Diese Arbeit hat einen geschätzten wirtschaftlichen Wert von 10,8 Billionen US-Dollar pro Jahr, wird aber oft nicht anerkannt. Der Bericht zeigt auch, dass es beim derzeitigen Tempo noch 152 Jahre dauern würde, bis die wirtschaftliche Gleichstellung der Geschlechter erreicht ist.

Doch wie geht man diese Themen an? CARE fordert gezielte Maßnahmen, darunter faire Löhne, sicherere Arbeitsbedingungen, Investitionen in Pflege- und Betreuungseinrichtungen sowie einen besseren Zugang zu Bildung und Digitalisierung für Frauen und Mädchen.

Viel Spaß beim Zuhören!

Grüne Wirtschaft für Morgen: Circular Economy

Hier ist Eveline von Thinking Circular, dem Multiversum für grünen Fortschritt!

Circular Economy ist unser zukunftsfähiger Lösungsansatz zur Gestaltung einer nachhaltigen Wirtschaft. Und darum geht es in diesem Podcast.

Unser Verständnis von Circular Economy:

Das mitteleuropäische kulturelle Gesellschaftsverständnis von Kreislaufwirtschaft wird oft auf die Abfallwirtschaft reduziert. Doch die Natur kennt keinen Abfall, wie wir ihn in unseren Gesellschaften definieren und ihn in unserer Gesellschaft praktizieren. Je bewusster Menschen in Wechselwirkung mit der Natur leben, desto weniger Abfall gibt es. Abfall als Produkt von Überfluss und ungerechter Verteilung ist ein Resultat der Fehlsteuerung unserer Wirtschaftssysteme. Solange wir nicht so produzieren und konsumieren, dass unsere Güter für Menschen und die Umwelt verträglich sind und uns nicht gefährden, werden wir die Mängel unseres Systems durch grüne Umwelttechnologien ausgleichen müssen. Luft-, Wasser- und Bodenreinigung oder -sanierung werden so lange notwendig sein, bis die Transformation gelungen ist. So lange gilt „Close the loop“ als Modell, Material und Produkte so in Kreisläufe zu bringen, dass eine möglichst vollständige Wiedernutzung möglich wird. Es gibt also noch sehr viel zu tun auf diesem Weg, und wir lernen mit jedem Schritt dazu.